Wie gewinne ich Mitarbeiter aus anderen Städten?

Mitarbeiter aus anderen Städten gewinnen

Umzugskosten

Gerade wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer neue Stellen in anderen Städten antreten, ist das oft mit einem Umzug verbunden. mehr

Fahrtkostenzuschuss

Fährt der Arbeitgeber mit dem Auto, berechnet sich der Fahrtkostenzuschuss nach dem Arbeitsweg und den Arbeitstagen. mehr

Stellen von Arbeitsmitteln

Um engagierte Arbeitnehmer anzulocken bzw. im Unternehmen zu halten, bieten sich neben monetären Zuwendungen auch Sachleistungen an. mehr


Immobilienmakler

Wenn man wegen eines Arbeitgeberwechsels umziehen muss, ist es oft nicht ganz einfach, eine neue Wohnung zu finden. mehr

Dienstwohnung

Zu den Sachzuwendungen, die ein Arbeitgeber den Arbeitnehmern einräumen kann, gehört unter anderem die Dienstwohnung.

mehr

Home Office

Lange Pendelfahrten und Rushhour-Wahnsinn entfallen. mehr


Jobticket

Besteht die Möglichkeit auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, verringert dies vor allem in Ballungszentren oftmals die Hin- und Rückreisezeit. mehr


Umzugskosten

Gerade wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer neue Stellen in anderen Städten antreten, ist das oft mit einem Umzug verbunden. Somit muss sich der/die Berufstätige nicht nur mit einer neuen Umgebung auseinandersetzen. Der Umzug ist oft auch mit erheblichen finanziellen Aufwendungen verbunden. Jede neue Mitarbeiterin und Mitarbeiter wird daher dankbar sein, wenn die Umzugskosten von der neuen Firma ersetzt werden. Das ist auch steuerfrei möglich, wenn der Umzug beruflich veranlasst war. Das wird immer so sein, wenn Mitarbeiter/Mitarbeiterin bisher weit entfernt von der neuen Arbeitsstelle lebte. Es gibt in dem Fall aber Höchstgrenzen. Diese richten sich nach dem Bundesumzugskostenrecht. Die Umzugskosten, die durch den Arbeitsplatzwechsel in einer anderen Stadt anfallen, dürfen nicht höher sein als die höchstmögliche Umzugsvergütung nach dem Bundesumzugskostenrecht. Der Arbeitsplatzwechsel ist dann für die Mitarbeiterin/den Mitarbeiter nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden. So kann man fähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an eine Firma binden. Das ist vor allen Dingen in Branchen wichtig, in denen dringend Arbeitskräfte gesucht werden.

Fahrtkostenzuschuss

Der Fahrtkostenzuschuss ist eine freiwillige Geldzahlung an den Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber, die neben dem Lohn gezahlt wird.
Fährt der Arbeitgeber mit dem Auto, berechnet sich der Fahrtkostenzuschuss nach dem Arbeitsweg und den Arbeitstagen. Diese Entfernungspauschale, die sich aus der Berechnung der steuerlich zulässigen Werbungskosten ergibt, berechnet sich so:
Als Arbeitsweg wird immer die kürzeste Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte gesehen. Es wird die Kilometerzahl für nur eine Strecke genommen, nie die Hin- und Rückfahrt. Die Kilometerzahl wird dann mit den tatsächlichen Arbeitstagen oder mit den in den Lohnsteuerrichtlinien genannten 180 Tagen pro Jahr multipliziert. Das Ergebnis wird mit 0,30 Cent multipliziert.
Wird mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, können die Kosten einer monatlichen Fahrkarte ersetzt werden. Der Arbeitnehmer muss die Monatskarte dem Arbeitgeber für dessen Unterlagen geben.
Der Fahrtkostenzuschuss muss versteuert werden. Das geschieht über eine Lohnsteuerpauschale von 15 %, die der Arbeitgeber zahlen muss. Eine Pauschalierung ist möglich, wenn der Fahrtkostenzuschuss für das Auto oder die öffentlichen Mittel nicht höher sind als die Entfernungspauschale der Werbungskosten, die der Arbeitgeber in seinem Lohnsteuerjahresausgleich ansetzen würde. Eine weitere Bedingung, die erfüllt sein muss, ist, dass der Fahrtkostenzuschuss neben dem Arbeitslohn gezahlt werden muss.
Zu den 15 % Lohnsteuerpauschale werden noch 5,5 % Solidaritätszuschlag und möglicherweise eine Kirchensteuerpauschale erhoben. Sozialversicherungsabgaben werden nicht erhoben.
Zwar muss der Arbeitgeber die Steuern ans Finanzamt zahlen. Im Arbeitsvertrag kann mit dem Arbeitnehmer vereinbart sein, dass er die Pauschalsteuer dem Arbeitgeber zurückgibt.
Ist der Fahrtkostenzuschuss höher als die Entfernungspauschale der Werbungskosten, muss der Arbeitgeber den Mehrbetrag voll versteuern und der Arbeitnehmer zahlt den Betrag mit der monatlichen Lohnsteuer.
Beispiel: Ein Arbeitnehmer fährt jährlich an 190 Tagen 15 Kilometer zur Arbeit.
Als Entfernungspauschale können 190 x 15 x 0,30 Cent angesetzt werden.
Diese 855 Euro ist der jährliche Fahrtkostenzuschuss. Er wird mit 15 % Lohnsteuerpauschale und 5,5 % Soli und vielleicht eine Kirchensteuerpauschale versteuert. Die Steuerkosten zahlt der Arbeitgeber.
Zahlt der Arbeitgeber nun 1000,00 Euro im Jahr, muss der Überschuss von 145,00 Euro voll nach Lohnsteuertabelle versteuert werden. Dieser Betrag wird als Lohnsteuer vom Bruttolohn dem Arbeitnehmer abgezogen.

Stellen von Arbeitsmitteln

Gute, motivierte Mitarbeiter sind das Herzstück jedes erfolgreichen Unternehmens. Personen, die mehr leisten als der Durchschnitt, erwarten Anerkennung für ihren Einsatz. Um engagierte Arbeitnehmer anzulocken bzw. im Unternehmen zu halten, bieten sich neben monetären Zuwendungen auch Sachleistungen an. So kann der Arbeitgeber dem Mitarbeiter z.B. einen PC, einen Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone unentgeltlich und steuerfrei auch für private Zwecke zur Verfügung stellen. Dies gilt auch für Software und etwaiges Zubehör. Die private Nutzung kann sowohl im Betrieb als auch zu Hause, z.B. in der Wohnung des Arbeitnehmers, erfolgen. Schenkt der Arbeitgeber dem Mitarbeiter Geräte, so ist dies steuerpflichtig. Allerdings lässt sich die Lohnsteuer mit 25 % pauschalieren. Der Zugang zu neuen Medien und neuen Technologien bietet für beide Seiten Vorteile. Der Arbeitnehmer kann auch privat kosten- und steuerfrei neueste Technik verwenden und bleibt am Puls der Zeit. Und der Arbeitgeber hat einen loyalen Mitarbeiter, der im Umgang mit moderner Technik versiert ist. Es ist sinnvoll, diesbezügliche Abmachungen schriftlich festzuhalten.

Immobilienmakler

Wenn man wegen eines Arbeitgeberwechsels umziehen muss, ist es oft nicht ganz einfach, eine neue Wohnung zu finden. Das vor allen Dingen dann, wenn sich der neue Arbeitsplatz in einem Ballungszentrum befindet. Dort ist Wohnraum in der Regel knapp und teuer. Umso besser ist es dann, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer bei der Wohnungssuche hilft. Das kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass er sich an den Kosten für den Immobilienmakler beteiligt. Mit Hilfe eines Immobilienmaklers kann der Suchende manchmal schnell fündig werden. Die Kosten sind aber auch recht hoch. Dann ist es erfreulich, wenn der Arbeitgeber zumindest einen Teil dieser Kosten übernimmt. Hierbei muss man sagen, dass der Umzug ja wegen eines Arbeitsplatzwechsels erfolgte.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen die steuerlichen Aspekte dieser betrieblichen Leistung beachten. Wenn eine Mietwohnung durch den Makler vermittelt wird, kann der Arbeitgeber die Maklerkosten (Courtage) steuerfrei an den Arbeitnehmer erstatten. Bei der Übernahme der Courtage für die Vermittlung einer Eigentumswohnung wird von steuerpflichtigem Arbeitslohn ausgegangen. Dieser ist weder ganz noch teilweise steuerfrei. Ein Steuerberater kann hier weitergehende Auskünfte erteilen. Es ist auf jeden Fall immer gut, wenn ein Unternehmen außer dem Gehalt weitere Leistungen für die Mitarbeiter übernimmt. Hierdurch wird die Bindung zu einem Unternehmen wesentlich erhöht. Die Mitarbeiter sind dann in der Regel bereit, höhere Leistungen zu erbringen und identifizieren sich mehr mit einer Firma. Das kommt am Ende wieder dem Unternehmen zugute. Es lohnt sich also, wenn ein Unternehmen in betriebliche Zusatzleistungen investiert. Somit ist beiden Teilen geholfen. Fähige Mitarbeiter können gewonnen und gehalten werden.

Dienstwohnung

Zu den Sachzuwendungen, die ein Arbeitgeber den Arbeitnehmern einräumen kann, gehört unter anderem die Dienstwohnung. Allerdings muss diese Sachzuwendung durch den sogenannten geldwerten Vorteil dem Arbeitslohn hinzugerechnet werden. Die Wohnung ist eine in sich geschlossene Einheit und sollte eine Wasserversorgung und -entsorgung aufweisen, damit sowohl eine Toilette und eine Kochgelegenheit vorhanden sein können. Sind diese Voraussetzungen nicht vorhanden, handelt es sich um eine Unterkunft. Bei einer Unterkunft wird der geldwerte Vorteil nach den pauschalen Sachbezugswerten aus einer amtlichen Tabelle dem Arbeitsentgelt hinzugerechnet. Bei Überlassung einer Unterkunft an Minderjährige vermindert sich der geldwerte Vorteil um 15 %. Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Dienstwohnung kostenfrei, wird der geldwerte Vorteil in Höhe der ortsüblichen Miete dem Bruttolohn hinzugerechnet. Bei einer verbilligten Überlassung der Wohnung wird lediglich die Differenz zwischen ortsüblicher Miete und vom Arbeitnehmer gezahlte Miete als geldwerter Vorteil versteuert und der Sozialversicherung unterworfen. Werks- bzw. Dienstwohnungen sind von der Umsatzsteuer befreit, so dass die Vermieter und gleichzeitig Arbeitgeber lediglich die ertragssteuerrechtliche Seite der Versteuerung ihrer Einkünfte betrachten müssen.

Home Office

Arbeitsplätze als Home-Office zur Verfügung zu stellen, ist für Mitarbeiter mit vielen Vorteilen verbunden. Mitarbeiter profitieren von einer täglichen Zeitersparnis, denn lange Pendelfahrten und Rushhour-Wahnsinn entfallen. Zudem spart man sich die Fahrtkosten und das Kantinenessen. Man arbeitet in der eigenen Umgebung zudem bedeutend entspannter als bei einem Arbeitsplatz Vorort. Aber nicht nur Zeit und Geld wird gespart, auch die Flexibilität steigert sich. Man kann beispielsweise in Ruhe am Vormittag einkaufen gehen oder einen Arzttermin wahrnehmen und die Zeit am Abend dranhängen. Ein weiterer positiver Effekt ist die Work-Life-Balance: Es ist möglich sich nebenbei um Kinder oder Haustiere zu kümmern, was bei einem Vorort-Arbeitsplatz nicht möglich ist. Gerade Kinder, die schon zu groß für eine Tagesstätte sind, verbringen die Zeit nicht mehr unbeaufsichtigt zuhause. Es ist auch kein Problem, das schöne Wetter zu nutzen und den Arbeitsplatz ins Grüne zu verlegen. Klar erwiesen ist, dass eine Stressreduktion stattfindet und dass ein Home-Office-Arbeitsplatz präventiv gegen das Burnout-Syndrom wirkt.

Jobticket

Fast jeder Arbeitnehmer muss heutzutage eine mehr oder weniger lange Anreise zum Arbeitsort in Kauf nehmen. Der zähe morgendliche Frühverkehr oder der abendliche Heimreisestau sind zwei der unangenehmen Folgen. Besteht die Möglichkeit auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, verringert dies vor allem in Ballungszentren oftmals die Hin- und Rückreisezeit. Aber auch eine Fahrkarte muss bezahlt werden. Je nach Ort und Entfernung kann sich eine Monatskarte mit bis zu 100 Euro zu Buche schlagen. Diese Kosten können zwar in der Steuererklärung berücksichtigt werden, bezahlen muss man sie aber sofort. Eine Unterstützung durch den Arbeitgeber kann hierbei helfen. Das Unternehmen kann z. B. einen Teil zu den Kosten der Monatskarte beisteuern und der Arbeitnehmer übernimmt den Rest. Das Unternehmen kann den Mitarbeitern das Jobticket aber natürlich auch gänzlich spendieren. Übernimmt der Arbeitgeber Kosten für die Fahrkarte, ist dieser Sachbezug bis zu einer Freigrenze von 44 Euro steuerfrei. Überschreitet man aber diese Freigrenze, so muss man den gesamten Betrag versteuern und auch entsprechend den Anteil zur Sozialversicherung bezahlen. Aufpassen muss der Arbeitnehmer vor allem auch dann, wenn er mehrere Sachbezüge erhält, da diese summiert werden. Vor allem auch für Auszubildende ist dies eine interessante Zusatzleistung, da die Anreisekosten bei einem doch noch geringeren Arbeitsentgelt getragen werden müssen. Unterstützung hierbei kann die Attraktivität einer Ausbildungsstelle noch erhöhen. Werden die Rahmenbedingungen beachtet, ist eine Unterstützung des Arbeitgebers für das Jobticket sowohl ein ökonomisch als auch ökologisch sinnvolles Instrument.

Kostenlose Übersicht

Sie möchten eine Übersicht mit den hier aufgeführten steuerfreien Benefits zu diesem speziellen Thema erhalten? Gerne stellen wir Ihnen diese inkl. Gesetzesgrundlage sowie mit Hinweisen zu steuerfrei und steuerpflichtig zur Verfügung. Tragen Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein und erhalten Sie nach einer kurzen Bestätigung zum Schutz Ihrer Daten die angeforderte Übersicht.